Tatort Ziegelstein Stammestag 2021

Pressemitteilung zum Fall „Der gestohlene Tisch“ (Tatort Ziegelstein)

Mit vereinten Kräften und trotz widriger Pandemie-Bedingungen gelang es den Ermittler*innen des Stammes Max Kolbe am 20.3 erfolgreich ihren ersten gemeinsamen Fall zu lösen. Sie scheuten sich nicht, auch an einem Samstagvormittag ihre Arbeit unter der Leitung von 4 Hauptkomissar*innen aufzunehmen. Zur besseren Arbeitsteilung fand eine Aufteilung in die drei Abteilungen W.Ö, J.U.P.F.I und P&R statt, wobei sich erstere um das Fluchtfahrzeug, zweitere um potentielle Tatwaffen und letztere um das Aussehen des*der Täter*in kümmerten. Zu Beginn wurde noch einmal das Videomaterial des Kommissars Christinan Kriminalski gesichtet: er war für uns direkt am Ort des verschwundenen Stammestisches, unserem Jugendheim. Dort war unser Mosaiktisch scheinbar über das Fenster entwendet worden. Anschließend begannen unsere Ermittler*innen der Abteilung P&R sofort diversen Hinweisen nachzugehen, sei es übers Telefon, im Internet oder auch rund um Ziegelstein. Mit Teamgeist, der Anwendung von vielseitigem Wissen und körperlichem Einsatz gelang es ihnen schließlich, dass Bild eines Täters mit den Kennzeichen Ziegenbart, Tattoo, Schal, Kordhose, Hosenträger, Schiebermütze und Taucherbrille und Schnorchel zu zeichnen.
Die Abteilung P& R beim nachgehen ihrer Hinweise.
Der Abteilung J.U.P.F.I gelang es wiederrum über einen Komplizen des*der Täter*in an wichtige Koordinaten zu kommen. So konnten sie schließlich die Tatwaffe, eine Flasche Aceton, aus dem Weiher im Marienbergpark bergen.
Ermittler*innen der Abteilung J.U.P.F.I und das gesicherte Tatwerkzeug „Aceton“
Auch die Abteilung W.Ö arbeitete tatkräftigt zusammen und machte sich auf in den Wald, um Rätsel zu knacken. Kurz vor der Fallbesprechung am späten Nachmittag gelang es ihnen dadurch, eine Schubkarre, sowie Inlineskates als Fluchtmittel zu identifizieren.
Die Abteilung W.Ö. beim Nachgehen von wichtigen Hinweisen im Wald.
Auch gelang es allen Abteilungen an verschiedenen Orten in Ziegelstein Teile des geklauten Mosaiktisches zu sichern, sowie diverse Beweisfotos für unser Archiv zu anzufertigen. In der Fallbesprechung am Ende des Tages konnten die angefertigten Beweisfotos und erarbeiteten Hinweise schließlich zusammengetragen werden und aus der Gruppe der Verdächtigen der Täter identifiziert werden.
Auswahl der Verdächtigen, sowie Markierung des identifizierten Täters.
Es handeltet sich dabei tatsächlich um einen der vier Hauptkommissare, welcher jedoch im Verhör schnell geständig war und sein Motiv erläuterte: er wollte in dieser Zeit den Stamm wieder näher zusammenbringen und den Mitgliedern demonstrieren, dass sie dennoch gemeinsam stark sein können. Trotz des edlen Motivs muss Strafe jedoch sein und das Team einigte sich darauf, dass der Täter den Tisch nun wieder herrichten müsse. Anschließend feierten die Ermittler*innen noch mit dem Singen des Stammesliedes „Geh deinen Weg“ und einem großen Abschlusskreis. Vielen Dank für eure tatkräftige Hilfe!
Gemeinsames sichten der Beweisfotos von den Tatorten

Achtung, Stammesversammlung!

Die etwas andere Stammesversammlung von Max Kolbe zu Corona-Zeiten.

Aufgrund der aktuellen Situation wählen wir für die diesjährige Stammesversammlung einen etwas ungewöhnlichen Ort: unsere Kirche. Bereits um 9:30 Uhr trafen alle Delegierten und Schaulustigen ein, nur um festzustellen, dass dort vorne ein Einsatzleiter stand, welcher alle lautstark darauf aufmerksam machte, ja nur pfadfinderisch zu handeln an diesem Tag seinen Anweisungen zu folgen. Passend dazu fand man überall Absperrbänder, Pylonen und Warnhinweise. Der Einsatz „Stammesversammlung“ ging also los, alle wurden begrüßt, der Ablauf erklärt und wir starteten mit der ersten wichtigen Einsatzphase: der Beschlussfähigkeit. Diese Phase meisterten wir mit Bravour und jede*r Delegierte*r erhielt eine Coronamaske, welche an einem upgecycelten Erdnagel klebte, als Abstimmungswerkzeug. Anschließend folgte Phase 2: die Berichte. Hier berichtete jede Gruppe, sowie auch die Aks und der Stavo aus ihrem letzten Jahr. Obwohl Corona viele Pläne durchkreuzt hatte, fand doch die ein oder andere Aktion statt, nur anders eben, auch konnte wohl die Scribble.io-Fähigkeit des gesamten Stammes signifikant gesteigert werden – wie erfreulich. Außerdem gab es ein Grußwort unseres Pfarrers, sowie noch einmal eine kleine Geburtstagsansprache, da unser 40. Jubiläum dieses Jahr leider verschoben werden musste. Phase 3 startete ebenfalls noch vor dem Mittagessen und so wurden drei Kassenprüfer*innen sowie Frederik Wohlleben als Stammesvorsitzender für eine zweite Amtszeit gewählt. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle, wir freuen uns sehr! Anschließend rückte unser Sonder-Eintopf-Kommando aus und versorgt uns mit einer leckeren, heißen Mahlzeit. Nun folgte Teil zwei der dritten Phase und Amelie Bayer wurde als Kuratin wiedergewählt. Der Stammesvorstand besteht also weiterhin aus Franziska Schwendner, Frederik Wohlleben und Amelie Bayer.
Nach diesem Erfolg waren alle bereit für die etwas schwierigere vierte Phase: die Anträge. Mit Hilfe von einem rennenden Mikro und einigen Mauschelpausen mit Abstand, schafften wir es auch in der großen Kirche gut zu diskutieren und abzustimmen. Phase 5 kann abschließend als Kür betrachtet werden: wir wagten einen kleinen Ausblick in das kommende Jahr und bedankten uns bei einigen Leiter*innen, welche ihre Leitungstätigkeit beendet haben, mit einem kleinen Foto-Quiz sowie Geschenken. Außerdem konnten wir unsere ehemaligen Stammesvorsitzende Sina Dölfel, welche wir bisher noch nicht gebührend aus ihrem Amt verabschieden konnten, endlich mit einem kleinen Spiel sowie umgedichteten Lied feiern.
Abschließend beendeten wir unseren erfolgreichen Einsatz draußen mit einem großen Abschlusskreis mit Abstand. Danke allen „Einsatzkräften“ für diesen ungewöhnlichen, reibungslosen und schönen Einsatz.

Bericht Inlandsfahrt der Rover nach Hohenlinden

Von Amelie Bayer und Fenja Büchner Dieses Jahr hat Corona so einige Pläne über den Haufen geworfen. So auch unsere ursprünglich geplante Auslandsfahrt nach Schweden. Mitte Juni haben wir unsere Schwedenpläne aufgegeben, aber da die Coronalage doch immer mehr zuließ, haben wir uns dazu entschieden eine Fahrt innerhalb von Deutschland mit unserer Gruppe zu unternehmen. So fing aufs Neue die Planung an. Wohin geht es? Wann fahren wir und wer hat alles Zeit? Auf all diese Fragen fanden wir zum Glück relativ schnell erfreuliche Antworten. Zufällig haben wir mitbekommen, dass unsere eine ehemalige Leiterin in ein altes Bauernhaus mit einer großen Wiese ziehen wird. Nach kurzem Hin- und Herschreiben stand fest, dass es für uns 6 Tage ins schön bayrische Hohenlinden in der Nähe von München gehen wird. Am Freitag den 14.08.2020 ging es am frühen Vormittag mit dem Zug los Richtung Hohenlinden. Dort angekommen, machten wir uns nach einer kurzen Verschnaufpause gleich ans Einkaufen im Dorf. Wir hatten uns vorgenommen uns die ganze Woche nur vegan zu ernähren und auf Regionale-, Faire- und Bioware zu achten. Wir waren positiv überrascht, dass sich unsere Vorsätze im Dorf-Rewe doch sehr gut umsetzen ließen. Zurück vom Einkauf, war nun auch unser Materialauto angekommen, so dass es nach einem ausgiebigen Abendessen vom Campingkocher ans Zeltaufbauen gehen konnte. Obwohl wir nur zu 6 waren stand das Zelt relativ schnell. Angespornt wurden wir von einer riesigen Gewitterfront, die immer näher und näher kam. Wir schafften es jedoch noch rechtzeitig und konnten uns bald in unsere Schlafsäcke verkriechen. Das Zelt und wir überstanden die Regenmassen, die in dieser Nacht noch runterkamen, zum Glück völlig unbeschadet.
Am Samstag machten wir uns einen ganz gemütlichen Tag. Gemeinsames Spielen (Wikingerschach, Frisbee und diverse Kartenspiele) und persönlicher Austausch war coronabedingt so lange vernachlässigt worden und konnte nun ausgiebig nachgeholt werden. Außerdem machten wir einen kleinen Spaziergang durch die Nachbarschaft, um zu schauen, wo wir eigentlich gelandet waren. Abends kamen dann 6 weitere Mitgrüpplinge nach und wir verbrachten die Nacht am Lagerfeuer unter einem bezaubernden Sternenhimmel mit der ein oder anderen Sternschnuppe. Am nächsten Tag wollten wir uns doch gerne ein wenig abkühlen und wir beschlossen, zu einem ca. 12 Kilometer entfernten Badesee zu wandern. Es ging lange geradeaus durch den Forst, doch auch hier sorgten gute Gespräche für Abwechslung. Dort angekommen waren wir positiv überrascht von dem doch sehr schicken Badesee mit schönen Holzstegen und einer Badeinsel mit Sprungturm. Natürlich durfte auch das obligatorische Eis nicht fehlen. Nach einiger Zeit ließen wir uns dann mit dem Bus wieder zurück chauffieren und verbrachten den Abend noch mit einer ausführlichen Reflexionsrunde über uns und unser letztes Jahr.
Der Montag stand ganz unter dem Zeichen unseres Roverversprechens. Den Vormittag verbrachten wir, in zwei Gruppen aufgeteilt, damit, uns mit leckeren Zutaten für unser festliches Grill-Dinner einzudecken, sowie im Wald einen geeigneten Ort für das Versprechen zu finden. Nachmittags gab es einen kleinen Input von unseren Leitern: In wechselnden 2-er Teams stellten wir uns Reflexionsfragen, welche unsere Rolle in der Gruppe, Stärken- und Schwächen und ähnliches zum Thema hatten. Danach waren wir bereit, unser Versprechen auszuformulieren. Schon war es später Nachmittag und unser Dinner wollte zubereitet werden, nach viel Schnibbel, Koch- und Grillerei konnten wir schließlich ein herrliches Abendessen mit romantischem Kerzenlicht genießen. Anschließend war es auch schon Zeit sich in Schale, also Kluft und Halstuch, zu werfen und in den Wald zu spazieren. Dort erwartete uns noch eine kleine Challenge unserer Leiter, bei der wir eine kleine Flamme, mittels Streichhölzern, weitertransportieren mussten. Der Harken daran war nur: die Flammen-Tauscher waren jeweils blind. Nach einigen Problemen mit der Feuchtigkeit und schnellen Not-Auspustern konnten jedoch die Wunderkerzen am Ende des Weges entzündet werden und wir waren bereit für unser Roverversprechen. In feierlicher Runde legten alle unter Sternenhimmel im Forst von Hohenlinden ihr Versprechen ab. Das musste natürlich gefeiert werden und die ein oder andere fand dann doch erst recht spät, beziehungsweise früh ins Bett. Dies machte es noch schwerer für alle, am nächsten Morgen schon einen Teil der Gruppe wieder verabschieden zu müssen. Als Folge der Nacht und nassen Wetters wurde der Dienstag daher zum Chiller-Tag auserkoren. Am Mittag motivierten wir uns noch mal ins Dorf zu wandern. Wir erkundeten die dortige Kirche, deckten uns nochmal mit Schokokeksen ein und trafen doch tatsächlich die dort heimischen Pfadis, die für eine Stadtralley unterwegs waren. Nach einem kurzen Austausch ging es zwischen Mais- und Sonnenblumenfeldern wieder zurück auf unseren „Heimat-Hof“. Den letzten Abend ließen wir dann wie es sich gehört mit Stockbrot und Singen ausklingen.
Am nächsten Tag wurde fleißig wieder alles abgebaut, verräumt und sauber gemacht. Schließlich verabschiedeten wir uns von unseren tollen Gastgebern und dem doch sehr liebgewonnen Fleckchen Erde und wanderten zum Bus. Es war sicher nicht unser letzter Besuch im schönen Hohenlinden. Und ja, Schweden wäre sicher auch nett gewesen, aber was zählt ist letztendlich doch die Gemeinschaft, mit der man unterwegs ist und die ist einfach fabelhaft!

Exit Alltag – Schaffst du es, an nur einem Wochenende deinem Alltag zu entfliehen?

Mit diesem und keinem geringeren Ziel machte sich zum zweiten Mal eine Gruppe gestresster Pfadis, Rover und Leiter aus Max Kolbe zu einem Auszeitwochenende auf. Der beste Ort fürs Abschalten ist sicherlich die ländliche Natur, deshalb mieteten wir uns ins schöne Pfadfinderhaus Rödenthal ein. Dort angekommen warteten einige schon sehnlichst darauf, ihre Handys und Uhren endlich in die Obhut unserer berühmten Handykiste geben zu dürfen. Und dann fing sie an, die zeitlose Zeit… Nach einem famosen Abendessen starteten wir mit einem Blitzlicht besonderer Art in die Nacht und sammelten all die Dinge, die wir hinter uns lassen wollten in einem Mülleimer und unsere Wünsche und Erwartungen in einer Schatzkiste. Anschließend stimmten wir in ein wundervolles und bereits zur Tradition gewordenes „Meine Zeit, steht in deinen Händen“ ein, natürlich wieder in unserer schön dekorierten Oase mit Lichterketten, Zimmerbrunnen, Kerzen und vielen Kuscheldecken. Nach der Abendrunde verabschiedete sich  unsere Puzzlefraktion schnell, um ihre erneut aufgekommene Sucht zu stillen, während sich die anderen über die wirklich sehr zu empfehlenden Talk-Boxen hermachten. War man müde, ging man ins Bett, oder eben auch nicht, denn die genaue Uhrzeit kannte ja niemand so genau. Jedoch verschwand keiner, ohne nicht noch mindestens eine von den leckeren Zimtschnecken zu genießen und im Zimtduft zu schwelgen.
Der nächste Morgen begann mit einem herrlichen Frühstück und jede unserer Zellen war absolut glücklich. Um sie auch noch aufzuwecken, gings für ein kleines Spiel nach draußen, nur um uns danach wieder in unsere Oase zu kuscheln und einer Traumreise zu lauschen, bei der wir versuchten unserer Seele zu begegnen- sehr abgefahrenes Thema ehrlicherweise. Aber bei der anschließenden Bastelsession mit der Aufgabe, diese gesehene Seele  zu „basteln“ entstanden erstaunlich tiefgründige Werke. Parallel dazu wurden fleißig Cookies und Bananenbrot produziert, einfach weil es Spaß macht, gut schmeckt und man sonst nicht dazu kommt.
Nachmittags gings dann nach draußen, um unseren Kreislauf ein wenig anzukurbeln und uns weiter mit dem Thema Seele auseinanderzusetzen. Wir folgten einer Lichtspur, bestehend aus Zitaten zum Thema, stellten uns unsere Seelen gegenseitig in einer Vernissage vor und stapften schließlich in den Wald. Eine feste Route gabs nicht., Es ging da lang wo es schön aussah, was eventuell noch zum Problem werden würde, wie man sich vielleicht ja denken kann. Bei einem kleinen Picknick im Wald überlegten wir uns Dinge und Aktionen, die Balsam für unsere Seele sind und solche, die ihr eher schaden. Letztere versuchten wir auf kleinen Zettelchen zu verbrennen, was eher minder gut klappte. Auch der Heimweg verlief nicht ganz wie geplant, hatten wir doch vergessen, dass es jetzt ja quasi Winter ist und es früh dunkel wird. Aber hey, es gibt schlimmeres, als sich mit 27 Pfadfindern ohne Handy bei Dunkelheit im Wald zu verlaufen und schließlich entdeckten wir in der Ferne, dass Licht unseres Hauses. Trotz kurzer Verwirrung im Wald kamen wir wieder heile dort an, genau pünktlich, um uns für unser anstehendes Krimidinner vorzubereiten. Jeder zog eine Rolle und versuchte, sich aus der Verkleidungskiste und persönlichen Dingen ein passendes Outfit zusammenzustellen. Dies funktionierte erstaunlich gut, sodass kurz darauf auf der Arche Noah, auf einem Weltkongress, der die Bibel suchte und einem dritten Tisch, an dem sowohl Päpstin Johanna als auch der Geist von Judas saß, die Rätselei beginnen konnte. Nebenbei kredenzte uns die Küche außer einem leckeren Aperitif ein vorzügliches 3-Gänge Menü. Eventuell lag es daran, dass wir mit unserer Mördersuche eher unerfolgreich waren, aber bei den vielen Drehungen, Wendungen und Inzestgeschichten war es auch wirklich nicht leicht den Überblick zu bewahren. Ineiner Abendrunde ließen wir den Tag Revue passieren und widmeten uns anschließend wieder den Dingen, für die wir sonst keine Zeit haben. Das große Puzzle wurde fertig gestellt (natürlich fehlte ein Teil), die Carrera-Bahn drehte ihre Runden und das Feuer im Kamin knisterte.
Am nächsten Morgen legten wir abermals mit einem fröhlichen Spiel los und begannen mit dem Aufräumen., jedoch nicht ohne noch einmal ausführlich zu reflektieren und uns zu überlegen, was wir mit in den Alltag nehmen möchten. Auch probierten wir das Konzept einer stillen Andacht aus, bei der auf einen anfänglichen Text ein langes Schweigen folgt, in dem jedoch auch gerne Gedanken geteilt werden können. Dies fand erstaunlich großen Anklang und wurde von einem weiteren Klassiker, einem „Möge die Straße“-Singen abgerundet. Nach einem „Nehmt-Abschied-Brüder“ und riesen rießen Applaus für unsere Küche (Danke Eva, Joschi und Fabi!), die uns das ganze Wochenende fabelhaft vegan verköstigt hat, gings dann tatsächlich zurück auf die Straße Richtung Heimat. Was für eine tolle Zeit, diese Auszeit. Exit erfolgreich gelungen!
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Leiterwochenende Stamm Max Kolbe

Wir haben es endlich mal wieder geschafft: ein Wochenende ausgewählt, von Terminen frei geschaufelt und uns auf den Weg gemacht. Gemeinsam, als Leiterrunde. Für uns, unsere Kinder und unseren Stamm. Es sollte produktiv werden, Veränderung anstoßen, uns zusammenschweißen und uns gleichzeitig Entspannung und Spaß bereithalten. Ganz schön hohe Erwartungen an 2 Tage. Wie´s mit der Erfüllung dieser aussah, ist in folgendem, nicht ganz objektivem Bericht, zu lesen. Für das erste Ziel haben wir uns einen ehemaligen Stavo eingeladen. Jemand der uns und unseren Stamm kennt, sowie einen reichen Erfahrungsschatz und Moderationsfähigkeit besitzt. Für Punkt 2 wählten wir die Methode „Stammesbilder“. In drei Schritten fotografiert, betrachtet und entwickelt die Leiterrunde ihren Stamm. Zu Beginn werden die einzelnen Gruppen betrachtet: Wie viele Kinder gibt es, von wem werden sie geleitet und was sind die Inhalte der Gruppenstunden. Auch der Stavo wird fotografiert, sowie das Umfeld des Stammes. Also beispielsweise die Gemeinde, sowohl kirchlich als auch städtisch und die Infrastruktur. Die einzelnen Gremien unserer Ordnung, wie Leiterrunde, Stammesleitung oder Stammesversammlung, werden mit dem Ist-Stand des Stammes abgeglichen. Nach einem großen Brainstorming wird in Schreibgesprächen, Klebepunkt-Aktionen und Austausch herausgearbeitet an welchen positiven und negativen Aspekten in Zukunft weitergearbeitet werden soll. Gemeinsam werden Prioritäten gesetzt, was die Leiterrunde als am wichtigsten erachtet und welche Punkte zurückgestellt werden sollen, oder eher eine Diskussion anstatt eines Arbeitskreises bedürfen. Anschließend finden sich Arbeitskreise zusammen, welche jeweils für ein Thema verantwortlich sind und konkrete Ziele formulieren. Zum Ende wird ein großer Zeitplan erstellt, wann welches Ziel umgesetzt werden soll und ein Termin für die Betrachtung unseres Werkes erachtet. So war der Plan und so geschah es. Bei strahlendem Sonnenschein und höchster Konzentration. Wir sind sehr motiviert und gespannt auf unsere Ergebnisse im nächsten Jahr! Ihr werdet sicher etwas an der ein oder anderen Stelle mitbekommen. [See image gallery at dpsg-maxkolbe.de] Während dem ganzen Wochenende hatten wir endlich mal wieder Zeit uns auszutauschen und uns besser kennenzulernen. Dinge, für die unter der Woche im Jugendheim zwischen Tür und Angel nicht immer Zeit ist. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass wir nun vier neue Leiter in unserem Kreise haben, großartig! Auch hatte jeder die Aufgabe, einen Pfadfindergegenstand mitzubringen, welcher den für ihn beeindruckendsten Moment seines Pfadfinder-Lebens symbolisiert. Die Tatsache, dass es vielen schwerfiel sich auf ein Ereignis festzulegen, führte uns wieder vor Augen, wie reicht wir auch für unsere Arbeit beschenkt wurden und werden. Ob während den leckeren Mahlzeiten (Danke liebes Küchteam!), der ausgiebigen Mittagspause am Samstag oder den langen Abenden, beim Spielen oder rumliegen, langsam aber sicher schlich sich ein Gefühl von: „Das ist meine Leiterrunde und da bin ich daheim!“ ein. Bezüglich des letzten Punktes, der Entspannung und dem Spaß, kann man noch erzählen, dass uns an diesem Wochenende eine kleine Sauna und ein heißer Zuber zur Verfügung standen. Das war ebenfalls recht effektiv für unser Ziel „Entspannung“ und des Weiteren relativ romantisch. So mit Blick aufs Feld, dem aufsteigendem Mond und mehr oder weniger schöner Musik. Ja, so war das, unser Leiterwochenende. Die Akkus sind wieder aufgeladen und zumindest ich kann sagen, dass es mich auf einer kleinen Wolke der Glückseligkeit nach Hause entlassen hat. Danke euch! Der Beitrag Leiterwochenende Stamm Max Kolbe erschien zuerst auf DPSG Stamm Max Kolbe.

Stammesaktion „Groß gegen Klein“

Der diesjährige Stammestag am 21.4 stand ganz unter dem Motto „Klein gegen Groß“. Damit die ebenfalls eingeladenen Eltern auch einmal in den Genuss typisch pfadfinderischer Spiele kamen, wurden in Ziegelstein verschiedenste Stationen aufgebaut. Nach einer kurzen Begrüßung galt es schließlich für die Kinder- und Elterngruppen: „Zeigt was ihr drauf habt!“ Von Geschicklichkeits-spielen wie dem Spinnennetz oder Hüpfspielen bis zum Pfadfindertabu, bei dem es um das Erklären von Pfadfinderbegriffen ging, über Kraft-, Team und Glücksspiele war alles dabei. Bei strahlendem Sonnenschein wurde um die besten Ergebnisse gerungen. Zurück im Pfarrgarten bedankten wir uns bei unserem langjährigen Leiter Stephan Hofmann und unserem ehemaligen Kuraten Dominik Klein für ihre großartige Arbeit. Anschließend bewies die älteste Gruppe der Pfadfinderstufe mit einer letzten Aufgabe, dass sie bereit für die Roverstufe sind. Daraufhin erhielten sie feierlich ihre roten Halstücher. Zum Abschluss belohnten wir uns alle mit einem riesigen Kuchenbuffet und ließen den Nachmittag gemütlich ausklingen. Ein großes Dankeschön allen, die an diesem großartigen Tag mitgewirkt haben!

 

 

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Frühschichten

Der frühe Vogel…

… der singt ja ganz schön laut. Das ist der erste Gedanke, der mir in den Kopf kommt, als ich kurz vor 6 Uhr morgens das Haus verlasse. Beim Weckerklingen eine viertel Stunde zuvor dachte ich mir noch: „Der frühe Vogel kann mich mal, warum zur Hölle mache ich das?“ Ja warum?

Ich schätze, weil sich die Fastenzeit dem Ende neigt, weil Ostern vor der Türe steht und weil wir bei uns im Stamm eine gewisse Tradition haben: die Frühschichten. Hierbei trifft man sich in den zwei Wochen vor Ostern morgens um 6 Uhr im Jugendheim zu einem kleinen Impuls. Nach einem anschließenden gemütlichen Frühstück macht sich dann jeder auf in die Schule, Arbeit oder wieder zurück ins Bett (Zweifelsfrei die schönste Variante).

Dieses Jahr bediente sich der Spiri-Ak der verschiedenen Aggregatzustände des Wassers als roten Faden. In der ersten Frühschicht stand eine Schüssel Eiswürfel in der Mitte unseres Kreises, es ging um den Gefrierpunkt. Genauer: um Situationen im Leben, in denen alles starr und unveränderbar scheint. Doch ist das wirklich immer so? Und wenn ich die Umstände nicht beeinflussen kann, dann doch immerhin meine Einstellung zu ihnen?! Genau das war unser Konsens am Ende des Impulses und auch das Eis in unserer Mitte war zu diesem Zeitpunkt geschmolzen. (Vielleicht auch, weil einige Spaß daran hatten, es zu essen).

 

Zwei Tage später war das Wasser schon auf Wohlfühltemperatur angewärmt und wir befassten uns näher mit dem eigentlichen Prozess des Fastens. Unter anderem in dem wir kreative Elfchen (ein kurzes Gedicht aus 11 Worten) schrieben. Wir stellten fest, dass sich auch diesbezüglich jeder mit etwas anderem wohlfühlt. Manch einer verzichtet klassisch auf Süßes, ein anderer wiederrum auf facebook und Co, während wieder andere nicht verzichten, sondern extra mehr machen, zum Beispiel mit ihren Freunden und Familie.

In der dritten Frühschicht ging´s um den Siedepunkt, in unserer Mitte: ein Wasserkocher. Das Wasser ändert seinen Aggregatzustand von flüssig zu gasförmig, überschreitet also eine bestimmte Grenze. Auch wir machten uns unsere Gedanken zum Thema Grenzen. Was gibt es überhaupt für Grenzen? Und was ist ihr Zweck? Nicht immer engen sie ein oder grenzen aus, sie können auch schützen beispielsweise. Auch der Umgang mit Grenzen ist vielfältig. Man kann sie überwinden, umgehen, einreißen oder auch verschieben. Nach regem Austausch über unsere persönlichen Grenzen sangen wir natürlich den Klassiker „Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht“.

Die letzte Frühschicht stand ganz im Zeichen des Songs „Neuanfang“ von Clueso und fiel nicht nur deswegen ein wenig aus der Reihe. Zu Beginn durfte sich jeder einen Schnipsel des Textes aussuchen, welcher gerade zu einem passte und einen anlachte. Nach einem kleinen Austausch hörten wir gemeinsam das Lied und anschließend die Ostergeschichte. Auch hier dreht sich alles um den großen Neuanfang, vieles ist auf einmal anders als zuvor. Unsere Gedanken und Impulsen konnten wir anschließend auf einer großen Papierbahn mit Hilfe von Wasserfarbe und Wachsmalkreide freien Lauf lassen. Wir gestalteten unser ganz eigenes Frühschichten- Neuanfangskunstwerk ? Ganz vielen lieben Dank, an den großartigen Spiri-Ak fürs kreative Denken, Vorbereiten und Durchführen!

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Auf dem Weg zum Frieden – das Friedenslicht 2017

Auch dieses Jahr machte sich wieder eine Gruppe von 15 Rovern und Leitern unseres Stammes auf den Weg zur Abholung des Friedenslichts. Und zwar nach Wien. Dort wurde in einer großen Aussendungsfeier das in Betlehem entzündete Friedenslicht an Pfadfinder aus ganz Europa verteilt. Natürlich war aber auch genug Zeit , um die schöne Stadt mit seinen Sehenswürdigkeiten und Weihnachtsmärkten zu erkunden. Sonntagmorgen ging es dann, mit dem Licht im Gepäck, wieder in unsere Heimat. In einer vollen Kirche feierten wir mit unserem Diözesankuraten, dem Pfarrer der Lorenzkirche und dem MusicPoint einen ökumenischen Gottesdienst, zu dem sich auch der Rest des Stammes aufgemacht hatte. Anschließend wurde die wertvolle Flamme allen Wetterwidrigkeiten zu trotz nach St.Georg gebracht und an Hl. Abend schließlich an die Gemeinde verteilt. Lasst uns gemeinsam auf den Weg machen und Licht sein!

An Heilig Abend durfte die kleine, in Israel entzündete Flamme dann in Ziegelstein die gesamte Georgskirche ausleuchten und für die altbekannte, weihnachtlich-friedliche Atmosphäre sorgen.

Amelie Bayer und Franziska Schwendner

  Fotos: Florian Hörlein Der Beitrag Auf dem Weg zum Frieden – das Friedenslicht 2017 erschien zuerst auf DPSG Stamm Max Kolbe.